hr – blog: Meine ganz persönliche Auseinandersetzung mit Gott und der Welt

20 Jahre deutsche Einheit

Revolutionen in Deutschland waren schon immer ein Trauerspiel. Gereichten die Versuche von 1848 und 1919 wenigstens den Akteuren zu Ehre, so kann bei der sogenannten friedlichen Revolution von 1989 weder von einem Trauerspiel noch von Helden die Rede sein.

Was beim Fall der Mauer vor zwanzig Jahren über die Bühne ging, ist mit der Bezeichnung Farce noch sehr wohlwollend umschrieben. Während die Ehrlichen – die wie immer die Dummen waren – an Runden Tischen noch die Quadratur des Kreises diskutierten, verschenkten Krause & Co. das Eigentum von 17 Millionen DDR-Bürgern an eine Gesellschaft, die man demagogisch die Treuhand nannte. Tatsächlich wurde von dieser westdeutschen Beamtenmischpoke das Volksvermögen an drittklassige Privateigentümer zu Mindestpreisen verschleudert. Man könnte auch sagen das ehemalige Volksvermögen wurde von der Treuhand veruntreut.

Und heute, nach zwanzig Jahren feiert sich das Establishment und debile Rockmillionäre die schon zu DDR-Zeiten ihr Fähnlein stets in den Wind hängten, fiedeln was vom Fenster, schwadronieren von sieben Brücken und irgend so ein krähender Opa lässt mal wieder seinen Drachen steigen.

Lächerlich – aber nicht zum Lachen.

 

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