hr – blog: Meine ganz persönliche Auseinandersetzung mit Gott und der Welt
Killerkommando für Obama-Politshow
Die Welt ist ein rechtsfreier Raum, wo immer es um amerikanische Interessen geht. Wenn sich Amerika gedemütigt fühlt, ist jedes Mittel recht, den Cowboys jenseits des Atlantiks Genugtuung zu verschaffen.
Dass die Amerikaner selbst mit einer über alle Maßen arroganten Außen- und Wirtschaftspolitik seit ihrem ersten Auftreten in der Weltpolitik andere Völker demütigen und ihren unverschämten Herrschaftsanspruch überall in der Welt mit Mitteln der Gewalt und unter Beugung internationalen Rechts durchsetzen, wird insbesondere in Amerika gern mal übersehen.
Auch, dass dieses teils verbrecherische und im Sinne der Definition faschistoide Auftreten in der Weltpolitik die Grundlagen für den internationalen Terrorismus sowohl in ideologischer als auch in ganz politisch praktischer Hinsicht – nämlich durch Gründungs- und Schützenhilfe für die Taliban in den siebziger und achtziger Jahren – erst geschaffen hat, wird nicht nur in Amerika unter den Teppich gekehrt.
In was für einer verrotteten Gesellschaft sind wir angekommen, wo ein demokratische gewählter amerikanischer Präsident um des innenpolitischen Erfolges willen Mordkommandos geben kann, sich eine demokratisch gewählte deutsche Kanzlerin über die Ermordung eines politischen Gegners freuen darf und diverse auf ihre Karriere bedachte Politologen im öffentlich rechtlichen Fernsehen erklären dürfen, das Mordkommando sei allein schon dadurch begründet und quasi rechtens, da es die weit verheerendere Alternative eines Drohnenangriffes auf Territorien des souveränen Pakistans verhindert hat?
Wir begründen das eine US-Verbrechen am internationalen Recht damit, dass die Alternative aus amerikanischer Sicht nur ein noch größeres US-Verbrechen gewesen wäre. Die restliche Welt hat offensichtlich schon akzeptiert, dass für amerikanische Interessen Drohnenangriffe – wo immer sie auch stattfinden – legitimiert sind.
Für alle, die Nachhilfe im internationalen Recht brauchen: Der sogenannte “Krieg gegen den Terrorismus” ist durch keinerlei internationales Recht gedeckt. Die Formulierung ist eine willkürliche außenpolitische Festlegung der damaligen Reagan-Administration, die wieder einmal das faschistoide agieren einer US-Regierung (Guantanamo) im rechtsfreien Raum begründen sollte.
faschistoid (Wikipedia) :
“Mit dem Begriff faschistoid („dem Faschismus ähnlich“, „faschistische Züge tragend“[1]) werden Eigenschaften bzw. Haltungen bezeichnet, die dem Faschismus in verschiedenen Hinsichten ähnlich, jedoch nicht deckungsgleich mit ihm sind. Auch einzelne Bestandteile einer Ideologie bzw. eines politischen Systems werden manchmal als faschistoid bezeichnet. Man spricht dann von faschistoiden Tendenzen des jeweiligen Systems bzw. der betreffenden Ideologie.
Der Begriff wird in der Regel verwendet, um übermäßig autoritäres oder autoritätsgläubiges Verhalten zu beschreiben.”
Nachbemerkung:
Für alle, die den Hegemonieanspruch der Amerikaner bereits stillschweigend akzeptiert haben; in einer demokratischen Verfasstheit gibt es keinen – wie auch immer gearteten und begründeten – Führungsanspruch einer Nation gegenüber anderen Nationen.
Ein guter Politiker
Das Volk steht zu seinen Helden – heißen sie nun Sarrazin oder Guttenberg.
Dagegen ist nichts einzuwenden – außer vielleicht, daß das Volk mit dem richtigen Helden an der Spitze auch gern mal den totalen Krieg für richtig hält.
Das ist – wohlgemerkt – kein Vergleich der Helden, sondern eine Aussage über den Wert der Meinung des Volkes.
Was die Leistungen des Lügenbarons angeht, erinnere ich mich nicht, von ihm die Wahrheit über Afghanistan gehört zu haben.
Denn das sollte klar sein: Der Einmarsch in Afghanistan ist Teil der gleichen verfehlten Außenpolitik, die die Verbrecher in Nordafrika über Jahrzehnte im Amt gehalten hat.
Zu Guttenberg ist ein Lügner – na und? Er lügt gut – also ist er ein guter Politiker.
20 Jahre deutsche Einheit
Revolutionen in Deutschland waren schon immer ein Trauerspiel. Gereichten die Versuche von 1848 und 1919 wenigstens den Akteuren zu Ehre, so kann bei der sogenannten friedlichen Revolution von 1989 weder von einem Trauerspiel noch von Helden die Rede sein.
Was beim Fall der Mauer vor zwanzig Jahren über die Bühne ging, ist mit der Bezeichnung Farce noch sehr wohlwollend umschrieben. Während die Ehrlichen - die wie immer die Dummen waren - an Runden Tischen noch die Quadratur des Kreises diskutierten, verschenkten Krause & Co. das Eigentum von 17 Millionen DDR-Bürgern an eine Gesellschaft, die man demagogisch die Treuhand nannte. Tatsächlich wurde von dieser westdeutschen Beamtenmischpoke das Volksvermögen an drittklassige Privateigentümer zu Mindestpreisen verschleudert. Man könnte auch sagen das ehemalige Volksvermögen wurde von der Treuhand veruntreut.
Und heute, nach zwanzig Jahren feiert sich das Establishment und debile Rockmillionäre die schon zu DDR-Zeiten ihr Fähnlein stets in den Wind hängten, fiedeln was vom Fenster, schwadronieren von sieben Brücken und irgend so ein krähender Opa lässt mal wieder seinen Drachen steigen.
Lächerlich – aber nicht zum Lachen.
Hartmut Runge Jahrgang 1953 Maschinenbauer Fotofachverkäufer Hilfsarbeiter Hausmeister Regieassistent Theaterdramaturg Buchautor Kritiker Geschäftsführer